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Die Straßenbahn Herford, betrieben von der Herforder Kleinbahn, war eine Schmalspurbahn in der Stadt Herford und den umliegenden Städten und Gemeinden.

Geschichte Bearbeiten

Die Planungen der Gesellschaft gehen bis in das Jahr 1895 zurück. Seit dieser Zeit wurden vom Kreistag Planungen zum Bau einer rund 111 Kilometer langen Strecke betrieben. 1897 wurden die ersten Pläne dem Kreistag des Kreises Herford vorgelegt. Am 14. Juni 1898 wurde die Herforder Kleinbahnen GmbH gegründet. Erst am 10. August 1900 konnte die erste Strecke zwischen Herford und Enger eröffnet werden. Ein Jahr später wurde die Strecke an die neugegründete Bielefelder Kreisbahn angeschlossen, deren gemeinsamer Endpunkt sich in der Stadt Enger befand. Später kamen weitere Strecken sowie Streckenverlängerungen von Enger aus dazu. 30 Jahre land wurde der Betrieb mit Dampfeisenbahnen durchgeführt, bis es zwischen 1930 und 1933 zur Elektrifizierung der einzelnen Strecken kam. Neben der Personenbeförderung fand auch Güterverkehr statt. Zwischen Vlotho und Bielefeld wurden regelmäßig Waren für die Oetkerwerke transportiert. Zudem wurden über Vlotho die per Schiff aus Bremen kommenden Getreidelieferungen in das Kreisgebiet befördert. Im Zweiten Weltkrieg wurde besonders das Bahnhofsgelände in Herford in Mitleidenschaft gezogen. Zwischen dem 16. November und dem 18. Dezember 1944 musste der Betrieb ganz eingestellt werden. Zu einer weiteren Stilllegung kam es zwischen dem 3. April und dem 5. Juni 1945, als das Kreisgebiet durch alliierte Truppen besetzt wurde. Kurz darauf wurde der Betrieb unter Dampf wieder aufgenommen. Am 9. Februar 1946 wurde die Strecke unterbrochen, als nach einem Hochwasser die Hansabrücke in Herford einstürzte. Der Wiederaufbau erfolgte bis zum 1. Mai 1949. Die Entwicklung in den 1950er Jahren führte dazu, dass Strecken eingestellt und abgebaut werden mussten. Obwohl 1952 moderne Triebwagen beschafft wurden, wurde der Niedergang des Herforder Straßenbahnbetriebes in den 1960er so gut wie besiegelt. Weitere Streckeneinstellungen führten dazu, dass am Freitagabend des 22. April 1966 die letzte Straßenbahn auf der Strecke Herford und Spenge verkehrte und somit das Ende des Straßenbahnbetriebes einläutete.

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